Person mit Instrumenten beoachtet den Mond

Ganzheitliches Marketing – 5 Leitsätze für ein gelungenes Projekt

Holistische Planung bringt langfristig mehr Erfolg – davon sind wir überzeugt. Bei einer ganzheitlichen Herangehensweise sollte stets alles berücksichtigt werden. Ob interne Ressourcen, bereits verfügbare Kommunikationskanäle, gesetzte Marketingaktivitäten oder das bestehende Image – all das spielt eine Rolle, wenn es um neue Ziele geht.

Klingt logisch, ist in der Praxis aber nicht immer so einfach. Zeit und Budget sind meist begrenzt, Deadlines schon gesetzt und eine rasche Zielerreichung hat oft oberste Priorität. Da wird die zur Content Strategie passende Adaption der “eh erst” vor zwei Jahren gelaunchten Website schon einmal auf später verschoben.

Was dabei nicht bedacht wird: Die neue Linie ist zwar nach außen sichtbar, erzielt aber weniger Wirkung – und dadurch gehen wertvolle Leads verloren.

Kein guter Leitsatz: “Aufgeschoben ist nicht aufgehoben”

Unserer Erfahrung nach kommt es in der Online Kommunikation bedauerlicherweise immer wieder vor, dass der nach außen hin gut sichtbare Schritt schnell getätigt wird, während die nächsten logischen Planungs-Etappen übersprungen oder vertagt werden.

Warum ein Schnellschuss aber ein Trugschluss ist, zeigt ein einfacher Vergleich: Nehmen wir an, Sie richten Ihre Küche neu ein. Vermutlich ist es in diesem Fall klug zuvor auszumalen und eventuell den Boden zu restaurieren. Auch wenn Sie dies im Budget vielleicht ursprünglich nicht vorgesehen haben und es mehr Zeit kostet, ist es – ganzheitlich gesehen – die nachhaltigere Entscheidung. Die umfassende Erneuerung bringt Ihnen langfristig eine schönere Küche und damit auch mehr Freude – im Sinne eines Business Projekts also ein besseres Produkt und mehr Erfolg.

Unsere 5 Leitsätze für digitale Kommunikation

Aber was tun, damit aus Social Media- oder Web-Projekten keine Mammutaufgaben werden und Hindernisse rasch erkannt und aus dem Weg geräumt werden können? Nehmen Sie Ihre Ausgangssituation genau unter die Lupe!

Für dieses wichtige Check-Up möchten wir Ihnen unsere 5 Leitsätze mit auf den Weg geben:

1. Ressourcen realistisch einschätzen

Der erste Blick vor einem neuen Schritt in die Öffentlichkeit – zum Beispiel auf einem Social Media Kanal wie LinkedIn – sollte nach innen gerichtet werden. Nur so können Sie realistisch einschätzen, wie Sie Ihre Ziel am besten ansteuern können und welche internen zeitlichen und personellen sowie externen Ressourcen es dafür braucht. Am besten stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche zeitlichen und personellen Ressourcen haben Sie intern für das Projekt?
  • Stehen alle Abteilungen, deren Zustimmung relevant ist, hinter dem neuen Unternehmensauftritt?
  • Wie viel Know-how bringt Ihr Team mit und wer kann welche Aufgabe(n) übernehmen?
  • Wofür und in welchem Ausmaß wird externe Unterstützung benötigt?
  • Welche Fotos, Texte, Videos etc. sind für das Projekt intern vorhanden?
  • Was wird zusätzlich benötigt und muss neu produziert werden?

Damit ein Projekt erfolgreich sein kann, müssen alle relevanten Ressourcen realistisch eingeschätzt werden. Zur Veranschaulichung ein typisches Beispiel: Ein Weiterbildungsinstitut für medizinische Berufe möchte auf Instagram Einblick in seine Lehrgänge geben, hat aber weder ausreichend Bildmaterial noch einen Fotografen zur Verfügung. Insofern muss zunächst eine Lösung gefunden werden, wie intern oder extern regelmäßig visueller Content produziert werden kann.

2. Schwachstellen eruieren und ausgleichen

Nachdem die internen Ressourcen einer genauen Prüfung unterzogen worden sind, ist es ratsam die bisherigen Kommunikationsmaßnahmen und den Auftritt nach außen zu begutachten. Dabei ist es hilfreich unterschiedliche Perspektiven auf Unternehmen und Produkte einzunehmen – von innen aus Sicht der Mitarbeiter*innen und von außen aus Kund*innen-Sicht. Auch hierfür legen wir Ihnen ein paar Fragen ans Herz:

  • Wie sieht es mit den bestehenden Kommunikationskanälen aus: Gibt es offene Baustellen, unerledigte Aufgaben oder ist alles abgearbeitet bzw. läuft technisch alles einwandfrei?
  • In welchem Stadium befinden sich die bisher gesetzten Kommunikationsmaßnahmen? Sind alle Projekte abgeschlossen oder kommen hier noch Aufwände auf das Team zu?
  • Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
  • Gibt es Learnings, die in ein neues Projekt unbedingt mit einfließen sollten?
  • Kann man ausgehend von den bisher verwendeten Kanälen auf vorhandene Ressourcen und Entscheidungsträger*innen zählen?

Auch hierzu ein kleines Szenario als Beispiel: Eine Versicherung plant eine Facebook-Kampagne. Die Analyse der Ausgangssituation ergibt, dass die Website noch nicht die dafür wichtigen Funktionen mitbringt: Für Produkte kann online kein Angebot angefordert werden und es gibt kein Trackingtool. In diesem Fall sollten die Ressourcen in die Adaption der Website investiert werden, bevor Social Media Ziele anvisiert werden.

3. Trends nicht blind folgen

Neue Trends sind spannend und interessant, aber nicht für jedes Unternehmen die richtige Wahl, wenn es um die Erreichung eines Marketingziels geht.

Die Konkurrenz setzt auf LinkedIn? Alle haben jetzt einen TikTok-Account? Dann sollten Sie diesen Kanälen jedenfalls Ihre Aufmerksamkeit schenken und Ihre dortigen Möglichkeiten ausloten. Bewahren Sie dabei aber einen rationalen Blick. Nicht immer sind die neuesten Kommunikationskanäle auch die beste Wahl für Ihren Business Case.

Vielleicht ist Ihre Zielgruppe immer noch vorwiegend auf Facebook unterwegs? Oder eine Twitter-Kampagne verschafft Ihnen in Ihrer Branche das bessere Standing? Treffen Sie eine kluge Wahl, in welche Richtung Sie Ihre Ressourcen investieren.

4. Machbare Ziele setzen

Und damit kommen wir zum nächsten – unserer Meinung nach – wichtigsten Grundsatz: Definieren Sie Ihr Kommunikationsziel auf Basis Ihrer Erkenntnisse zu Ressourcen, Schwachstellen und Trends – und wählen Sie einen machbaren und damit auch erfolgversprechend Weg.

Das ursprünglich anvisierte Ziel erscheint zu weit entfernt? Nähern Sie sich in Etappen an: Planen Sie Zwischen-Ziele ein und gönnen Sie sich einen großzügigeren Zeitplan, damit Sie nicht ins Trudeln kommen. Unserer Erfahrung nach, gibt es immer mehr zu tun, als sich alle Beteiligten zu Beginn eines Projektes gedacht haben.

5. Individuelle Lösungsansätze wählen

Unser letzter Tipp für die ersten Planungsschritte nach der Zielsetzung: Eine individuell durchdachte Umsetzung bringt mehr als klassische Lehrbuch-Methoden.

Ob Website oder Social Media – es wimmelt nur so von Tutorials, die rasch Erfolge versprechen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Unternehmen sind individuell und kein Business funktioniert nach einer Schablone.

Sehen Sie Online-Kurse und Anleitungen daher am besten als Leitfaden, der Ihnen eine gute Orientierung bieten kann. Mitunter müssen Sie die dort skizzierten Wege aber auch verlassen und eigene Umsetzungskriterien definieren. Hier können Ihnen Marketingstretegen beratend zur Seite stehen und mit Ihnen einen Plan schmieden, der auf spezifische Bedingungen in Ihrer Branchen eingeht.

Ganzheitliches Marketing ist mehr als gutes Gespür

Sie sehen, ganzheitliches Marketing hängt von vielen Faktoren und richtigen Entscheidungen ab. In diesem Sinne hoffen wir, unsere Leitsätze helfen Ihnen dabei, eine gute Richtung einzuschlagen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim nächsten Projekt!